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Montag, 9. April 2007

Neu gestrickt, das hat der Benedikt

Wund geschrieben sind die Finger,
Zeil um Zeile füllt die Dinger,
Seit um Seite neu gedichtet,
hat er den Jesus eingerichtet.

Weltbestseller titelt jetzt die Zeitung,
sitzt schon auf der großen Leitung,
erklärt den Leut’ die neue Welt,
Leben, Tugend, alter Held.

Zart blitzt seine weiße Robe,
schreibt den text nicht erst ins Grobe
über Jesus hoch hinaus
opfert er den Festtagsschmaus.

Denn ohne gute Gläubigkeit,
meint er in seiner Eitelkeit,
ist ein Mensch, der Gott nicht ehrt,
kein Leben, überhaupt nichts wert.

Sie benebelt unsre ganzen Sinne,
werden klein zur Wasserrinne,
spült hinab das Denken selbst,
bis du auf die Schnauze fällst.

Freitag, 8. Dezember 2006

Kostet nichts die eigne Seinung

Feststeh’n tut das Urteil gleich
über all die Dinge,
nicht über das Gesetz.

Ideen braucht man und ein Reich
überkluger Leute
im weltbeweihten WEB.

Da findet man Gesuchtes,
kostenlos im breiten Ringe,
vielerlei Verruchtes,
mittelmäßiges Gesinge.

Angepasst ist da die Meinung,
allgemein mit fetter Beute,
kostet nichts die eigne Seinung.
So ist’s allgemein wohl heute.